Stand-Nr. H4/M09


… MAN HAT JA NUR SICH, 2010, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm

„Bei den ’Körperbildern’, wie der Künstler sie selbst nennt, haben wir es mit Darstellungen äußerst expressiver Figuren zu tun, denen eine eigentümlich mysteriöse Ausstrahlung eigen ist. Faziale Strukturen werden mit pastosem Duktus relativ grob formuliert und belassen somit die menschlichen Figuren in ihrer vom Künstler gewollten Anonymität. Die Körper und Extremitäten definieren sich wie die Gesich-
ter auch über die Unebenheiten und groben Strukturen der Oberflächengestaltung und erscheinen dem Betrachter erst aus angemessener Distanz als komplex erfahrbare Einheit. Auffällig sind die Ästhetik ana-
tomischer Begebenheiten, die ungewöhnlichen Perspektiven, aus denen heraus sich die Figuren entwickeln, aber auch ihre Posen, Bewegungen und unorthodoxen Verschrän-
kungen, die die zwischen-
menschlichen Aktionen bizarr in Erscheinung treten lassen. Die Komplexität der Kommu-
nikation stellt bei Eberhard Bitter den motivischen Leit-
gedanken zur Konstruktion seiner dargestellten Protagonisten dar. In seinem Werk behandelt er das ganze Repertoire menschlicher Gefühle und Handlungsweisen wie zum Beispiel Verzweiflung, Angst, Schrecken, Ablehnung, aber auch Nähe, Zuneigung, Trost, Gemeinsamkeit und Trennungsschmerz.“

Anke Schmich, MA (zitiert aus dem Katalog „Eberhard Bitter“)


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