Stand-Nr. H2/E17


Elena Steiner
Nr. 22
2012
Mixed Media auf Leinwand
70 (H) x 80 (B) x ca. 50 (T) cm

Selbstbild: Wer hat die Macht über das eigene Bild?

Seit wir Menschen in Bildern festhalten, wird versucht, das Narrativ von Porträts im Sinne der dargestellten Personen zu manipulieren und zu kontrollieren. Bedenkenlos überschreiten wir dabei die Grenze zwischen Realität und Scheinwelt, wenn es darum geht, Wunschbilder als Selbstbilder erscheinen zu lassen.
Elena Steiners Arbeiten stören unsere Vorstellung von der Macht über das eigene Bild. Durch gezielte Eingriffe der Künstlerin in das originäre Erscheinungsbild eines Portraits wird deren Wahrnehmung in eine völlig neue Richtung gelenkt. Die Vorlagen für ihre Bilder sind als beliebige »Fundstücke« den Massenmedien entnommen oder entstammen dem eigenen Bildarchiv. Die fotorealistische Malweise suggeriert ein reales Vorbild. Als Betrachter könnte man ohne weiteres davon ausgehen, dass die oder der Gemalte sich tatsächlich in der dargestellten Pose der Öffentlichkeit zur Schau gestellt hat. Doch unterliegt man hier einer Täuschung, die als solche im ersten Moment nicht eindeutig wahrnehmbar ist...
Es offenbart sich ein weiterer Aspekt ihrer Arbeiten, nämlich die Frage: Wie viel Sein steckt tatsächlich in Bildern, und wie viel davon ist bloßer Schein?


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